Was ist die Idee des Frauen- und MigrantInnenmarsches?

Der Wunsch nach Gleichwertigkeit ist es, der Frauen, Geflüchtete und MigrantInnen eint und für den wir uns zusammen stark machen wollen.

 

In Zeiten von aufkommendem Rechtspopulismus und Fremden- und Frauenfeindlichkeit wollen wir ein Zeichen setzen. Unser Anliegen ist es, die Menschen zu vereinen, ganz gleich welcher Kultur oder Nationalität sie angehören. Wir wollen Menschen mobilisieren, um Brücken zu bauen und miteinander zu gehen. So verschieden wir auch alle sein mögen, so viel Gemeinsames haben wir.

 

Wir wollen jeden Einzelnen dazu ermutigen, die demokratischen Werte nicht nur zu kennen, sondern auch bewusst zu leben und im Alltag umzusetzen.

 

Stellungnahme zur Kopftuchdiskussion

 

Die Kulturbrücke Hamburg e. V. distanziert sich von der Diskussion zum Thema des Kopftuches.

 

In dem Artikel im Hamburger Abendblatt wurde die Kopftuchdiskussion als Hauptanliegen der Demonstration dargestellt. Frau Pourkian sprach über ihre persönlichen Ansichten als Privatperson,  die sich nicht zwangsläufig mit denen der Vereine und Mitaussteller decken. Das Thema des Kopftuches ist für den Marsch nicht relevant und wird dort unsererseits nicht diskutiert werden.

Kritisiert wurden lediglich die Umstände des Druckes und des Zwanges, unter denen einige Frauen das Kopftuch anlegen, um in Ruhe gelassen zu werden oder dazu gezwungen werden. Das Kopftuch als ein freiwillig getragenes Zeichen religiöser und kultureller Zugehörigkeit zu tragen, ist das Recht und die Freiheit jeder erwachsenen Frau.

 

Jede Frau, egal ob mit Kopftuch oder ohne, und jeder Mann sind herzlich eingeladen, am kommenden Samstag mit uns für Frieden, Freiheit und Demokratie einzustehen.

 

Das Hauptanliegen des Hamburger Frauen- und MigrantInnenmarsches ist und bleibt es, Brücken zu bauen, sich auszutauschen und kulturelle Gemeinsamkeiten zu feiern.

 

Wer steht hinter der Aktion?

 

Wir sind die Kulturbrücke Hamburg e.V., ein gemeinnütziger Verein, der sich seit mehr als zehn Jahren mit verschiedenen Projekten für den interkulturellen Austausch zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unterschiedlichster Nationalitäten einsetzt. Bekannt geworden sind wir vor allem durch das Projekt switch kids – Deine Reise um die Welt“. In diesem Projekt haben Kinder die Möglichkeit, sich mit einer Reise durch Hamburg mit den verschiedensten Kulturen auseinander zu setzen.

 

Die Kulturbrücke setzt sich außerdem ebenso seit jener Zeit nachdrücklich für Frauensolidarität und Rechte von Frauen ein. Aus diesem Anliegen heraus gründete sie am 8. März 2011, zum 100-jährigen Jubiläum des Weltfrauentags, die Initiative "international women in power"(IWP), die sich u.a. für Geschlechtergerechtigkeit und das Selbstbestimmungsrecht der Frau stark macht und welche die Vision einer gewaltfreien und demokratischen Gesellschaft realisieren möchte.

Aus der Idee heraus, diese beiden Anliegen zu verbinden, ist die Aktion Hamburger Frauen- und MigrantInnenmarsch entstanden. Gemeinsam wollen wir gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrieren und für Frauensolidarität einstehen.

 

Starke Frauen sollen als Vorbilder agieren und andere Frauen in ihrem Selbstbewusstsein stärken.

 

Was wollen wir bewirken?

 

In dieser Phase des Umschwunges, in der Deutschland sich befindet, gilt es, auf die positiven Veränderungen aufmerksam zu machen und rechtspopulistischer Propaganda und religiösem Fanatismus nicht an Boden gewinnen zu lassen. Unser Ziel ist es, die Werte der Demokratie nicht nur auf unsere Fahnen zu schreiben, sondern aktiv zu leben und in den Alltag zu integrieren. Mit dem Frauen- und MigrantInnenmarsch wollen wir alle Hamburger und Hamburgerinnen ermutigen, mit uns um die Binnenalster zu laufen und ein Zeichen zu setzen. Denn jeder kann sich für Freiheit, Vielfalt, Demokratie und Menschenwürde stark machen.

Wir alle, die wir in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, haben Kenntnis von der Kultur und den demokratischen Werten, die unsere Gesellschaft prägen. Unsere Aufgabe ist es, allen Menschen, die neu nach Deutschland kommen, den Zugang zu unserer Kultur und Demokratie nahezubringen und ihnen den Einstieg zu erleichtern, damit sie einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt haben und sich besser integrieren können.

 

Was wird bei der Veranstaltung geboten?

 

Die Veranstaltung teilt sich in drei Blöcke:

 

1. Die Eröffnung

 

Die Eröffnung findet um 14:00 Uhr auf dem Rathausmarkt statt. Hier möchten wir unser Anliegen kundgeben und alle Teilnehmer begrüßen, dazu wird es Musik von unseren Künstlern geben.

 2. Der Marsch

 

Um 15:00 Uhr startet der Marsch um die Binnenalster und durch die Mönckebergstraße. Wir werden unterwegs von Musik begleitet und möchten in geschlossener Reihe alle gemeinsam einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Rathausmarkt - Reesendamm - Jungfernstieg- Gänsemarkt - Dammtorstraße - Esplanade - Lombardsbrücke - Glockengießerwall - Steintorwall - Steinstraße - Speersort - Domstraße - Bergstraße - Rathausmarkt

3. Das Kulturprogramm

 

Bei unserer Rückkehr auf den Rathausmarkt gegen 17:00 Uhr wird die ein vielfältiges Kulturprogramm mit Tanz, Musik und Gesang geboten.


Für weitere Fragen kontaktieren Sie uns gern unter info@kulturbrueckehamburg.de